Tipps von Buderus

 

Der Warmwasserverbrauch

Der Warmwasserverbrauch ist abhängig von der zu versorgenden Personenzahl und Art der installierten Warmwasserarmaturen. Die Konfiguration und Qualität des Warmwassersystems spielt ebenfalls eine Rolle, insbesondere für den Energieverbrauch.

Der Energiebedarf zwischen konsequentem Warmwasser-"Sparen" und der komfortablen Nutzung üblicher Warmwassereinrichtungen wie Waschbecken, Dusche und Wanne macht im Alt- wie im Neubau etwa 20 bis 120 Liter Heizöl pro Jahr und Person aus.

Das maximale Einsparpotenzial bewegt sich somit um 100 Liter Heizöl je Person im Jahr.

1. Tipp:
Überlegter Warmwasserverbrauch spart zweifach, denn zu den Brennstoffkosten kommen noch die Wasser-/Abwasserkosten hinzu.

2. Tipp:
Ein komfortables Duschbad benötigt halb so viel Warmwasser wie ein normales Wannenbad.

3. Tipp: Umstellbare Handbrausen sind in den Stellungen "Massage" und "Brause" deutlich sparsamer als in der Einstellung "Soft".

4. Tipp:
Eine hochwertige Warmwasser-Temperaturregelung bietet nicht nur Komfort, sie vermeidet auch unnötige Wasserverluste durch langwieriges manuelles Einstellen.

 
 

Die Raumlufttemperatur

Das Absenken der Raumlufttemperatur ist eine häufig gegebene Energiesparempfehlung. Sie kann allerdings mit erheblichen Komforteinbußen verbunden sein, die unter Umständen in keinem rechten Verhältnis zur erzielbaren Brennstoffeinsparung steht.

Das Absenken der Raumlufttemperatur um 1 Grad bewirkt etwa 2 bis 2,5 Liter/m² Heizöl-Minderverbrauch im Altbau und 1 bis 1,5 Liter/m² im Neubau.

Raumlufttemperatur und Behaglichkeit

Beim Absenken der Raumlufttemperatur ist zu bedenken, dass mit ihr auch die Temperatur der Raumflächen (Wände, Decke, Fussboden) abgesenkt wird. Beide Temperaturen bestimmen maßgeblich das thermische Wohlbefinden.

So wird der durchschnittliche Bewohner in einem Raum mit 16°C mittlerer Wandtemperatur bei längerer Aufenthaltsdauer zwischen minimal 22°C und maximal 27°C Lufttemperatur benötigten.

Ist die Oberfläche aufgrund guter Wärmedämmung oder milder Witterung höher temperiert − z. B. 18°C − verschiebt sich die als behaglich empfundene Lufttemperatur auf 20 bis 25°C.

Unten stehende Grafik zeigt die zu erwartende Behaglichkeitssituation jeweils für einen Alt- und Neubau bei − 8°C Außentemperatur und 21°C bzw. 20°C Raumlufttemperatur.

Mit 21°C Lufttemperatur sollte demnach im Neubau gute Behaglichkeit gegeben sein, im Altbau gerade noch. Das Absenken der Lufttemperatur um 1 Grad würde im Altbau deutliche Unbehaglichkeit bewirken. Im Neubau wäre die Situation vielleicht gerade noch akzeptabel.

1. Tipp:
Stellen Sie die Temperaturen raumweise entsprechend Ihrer Behaglichkeitserwartung ein.

2. Tipp:
An kalten Tagen als behaglich empfundene Temperaturen können bei Übergang zu milder Witterung zurückgenommen werden.

3. Tipp:
Unbehaglichkeit in Wohnräumen ist mitunter auf zu kalte Nebenräume zurückzuführen. Es empfiehlt sich dann, deren Grundtemperierung anzuheben.

4. Tipp:
Abgesenkte Raumlufttemperaturen führen in Zusammenhang mit Heizunterbrechungen zu dauerhafter Unbehaglichkeit.

 
 

Heizpausen

Heizpausen ähneln in ihrem Wirkmechanismus der Raumtemperaturabsenkung. Zusammen mit dieser durchgeführt, sind deshalb Komforteinbußen − zumindest in der kälteren Jahreszeit − kaum zu vermeiden.

Durch eine 8-stündige, nächtliche Heizpause sind bei Massivbauten etwa 3 % Brennstoffeinsparung zu erwarten, bei leichterer Bauweise bis etwa 8 %.

1. Tipp:
Um Komforteinbußen zu vermeiden, sollte nicht mehr als eine Heizpause innerhalb von 24 Stunden eingelegt werden − z.B. nachts. Keinen Sinn machen wiederholte, kurzzeitige Heizpausen während des Tages.

2. Tipp:
An sehr kalten Tagen ist es erforderlich, die Pausendauer zu reduzieren oder auch ganz auf Heizunterbrechnungen zu verzichten.

3. Tipp:
Nach einer Heizpause muss wegen der abgesunkenen Oberflächentemperatur die Lufttemperatur erhöht werden, um sofortige Behaglichkeit herzustellen.

4. Tipp:
Sinnvoll sind Heizpausen bei längerer Abwesenheit der Bewohner. Die Raumtemperatur sollte dabei 12°C nicht unterschreiten.

 
 

Lüften und Lüftungsverhalten

Lüften und Lüftungsverhalten hat im Alt- wie im Neubau großen Einfluss auf den Brennstoffverbrauch. Aus hygienischen Gründen und zur Vermeidung von Bauschäden ist etwa alle 1,5 Stunden die Raumluft vollständig auszutauschen (Mindest-Luftwechsel).

Einsparpozential besteht, wenn der Luftaustausch durch Nachlässigkeiten über den erforderlichen Mindest-Luftwechsel hinausgeht. Eine Verdopplung dieses Wertes z. B. führt je m² belüfteter Wohnfläche zu etwa 5 Liter Heizöl Mehrverbrauch.

Grundsätzlich gilt, dass die Lüftungsverluste mit der Windstärke und mit kälterer Außentemperatur zunehmen.

1. Tipp:
Keine "schleichende" Dauerlüftung über gekippte Fenster (Bei 30 m² Raumfläche führt ein dauerhaft gekipptes Fenster zum Doppelten des eigentlich notwendigen Luftaustauschs).

2. Tipp:
Zeitweise geöffnete Fenster in Toilette, Bad, Küche, Arbeitszimmer etc. nicht "vergessen".

3. Tipp:
Kachelöfen und Kamine sollten möglichst direkten Außenluftanschluss haben. Bei Raumluftverbund nicht vergessen, die Kaminklappe nach Außer-Betriebnahme zu schließen

 
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